Schulen an der Klinik Hochried

  • Förderzentrum für körperliche und motorische Entwicklung
  • Schule für Kranke an der Klinik Hochried
    Schwerpunkte: schulische Versorgung von Patienten der Tages- bzw. Akutklinik
  • Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) an der Klinik Hochried
    Schwerpunkte: Vorschulkinder mit Entwicklungsstörungen

 

Das staatlich genehmigte Förderzentrum für körperliche und motorische Entwicklung ist eine allgemein bildende Schule, die Schüler mit Behinderungen und aller Arten und Grade von Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche ihren persönlichen Möglichkeiten entsprechend bildet und erzieht. Ziel der Erziehung und Unterrichtung ist ein möglichst hohes Maß an schulischer und beruflicher Eingliederung, gesellschaftlicher Teilhabe und selbstständiger Lebensgestaltung.

Die Schule wirkt im interdisziplinären Behandlungsansatz der Klinik mit und ist organisatorisch wie pädagogisch in das therapeutische Gesamtkonzept der Klinik eingegliedert.

Schulpflichtige Kinder und Jugendliche aller Altersstufen von der Frühförderung bis zum Eintritt ins Berufsleben werden am Förderzentrum unterrichtet. Dabei wird unterschieden nach Patienten mit schulrelevanten Störungen, Entwicklungsverzögerungen und Patienten der allgemeinen Rehabilitations-Stationen.

Aufgabe des Förderzentrums ist es, geeignete Lernsituationen zu schaffen und Lernprozesse anzustoßen, um den Schülern zunehmend selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen zu ermöglichen und so ihre Begabungen und Fähigkeiten bestmöglich zu fördern.

 

Die Klinikschule Hochried bietet für Schüler mit Lese-Rechtschreibschwächen ein spezifisches Förderprogramm an. Die Komplexität von Teilleistungsschwächen bringt es mit sich, dass Schülerinnen und Schüler mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten neben ihren schulischen Problemen oft eine Vielzahl zusätzlicher Schwierigkeiten bewältigen müssen: z.B. ein beeinträchtigtes Selbstwertgefühl, Versagensängste oder Konflikte zu Hause. Mangelnde Fähigkeiten im Lesen und Schreiben bestimmen die Schullaufbahn und den gesamten weiteren Lebensweg entscheidend. Daher ist es für betroffene Schüler geradezu von existenzieller Bedeutung, individuelle Unterstützung zu erfahren. Der stationäre Aufenthalt in der Klinik Hochried bietet die Möglichkeit, therapeutisch-ganzheitlich einzugreifen, sowie individuell zu beraten und zu fördern. Die Patienten mit schulrelevanten Störungen gewinnen Abstand und können Erfolgserlebnisse sammeln. Als Entlastung erleben es unsere jungen Patienten meist, auch andere Schüler mit ähnlichen Schwierigkeiten kennen zu lernen und eine Reduktion des Leistungsdrucks in der Kleingruppe zu erfahren.

 

Das Berufskompetenzprofil entsteht in enger Zusammenarbeit zwischen Schule und Sozialpädagogik und erfasst grundlegende kulturelle und berufliche Fähigkeiten, die viele Ausbildungsgänge voraussetzen und dokumentiert die Teilnahme an schulischen Fördermaßnahmen in diesem Bereich. Ebenso werden die Ergebnisse der beruflichen Beratungsgespräche erfasst.

Alle Schüler ab der 9. Klasse – mit Ausnahme der Gymnasiasten – nehmen an der Berufskompetenzdiagnostik teil. Im Rahmen der schulischen Anfangsdiagnostik werden getestet: Rechtschreibung, Leseverständnis und -geschwindigkeit, Rechenleistung, Konzentration und Intelligenz. Anschließend erfolgt mit hamet2, Modul 1 ein handlungsorientiertes Testverfahren zur Erfassung grundlegender beruflicher Fähigkeiten mit dem Schwerpunkt manuelle Tätigkeiten.

 

Neben dem sonderpädagogischen Förderzentrum besteht eine Schule für Kranke mit 4 Klassen, 2 davon für Kinder und Jugendliche aus der Region, an unserer Klinik. Dort werden Schülerinnen und Schüler aller Schularten und Alterstufen unterrichtet, die sich wegen einer Erkrankung oder wegen schweren Verhaltensauffälligkeiten in stationärer oder teilstationärer Behandlung befinden und ihre Heimatschule nicht besuchen können oder dort nicht mehr integrierbar sind.

 

Die Schulvorbereitende Einrichtung ist ein Angebot für Kinder im Kindergartenalter, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf in ihrer körperlichen und motorischen Entwicklung haben bzw. für Kinder mit Sprach- und Entwicklungsverzögerungen. Unsere SVE versteht sich als präventive Fördereinrichtung, die dem individuellen Förderbedarf von Kindern entspricht und sie im Hinblick auf die Schulfähigkeit heilpädagogisch unterstützt.

Eine frühzeitige gezielte Förderung bringt die besten Aussichten für einen langfristigen Erfolg. Unser übergeordnetes Ziel ist die Schulfähigkeit der Kinder.

Die ganzheitliche pädagogische Förderung erfolgt in einer kleinen Gruppe von max. 10 Kindern, wobei spielerische Lernformen die Regel sind.

 

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